Betriebsmodi der Anker-SOLIX-App für Homey
Welche Flow-Karte verwenden?
Für neue Flows die Aktion Betriebsmodus auswählen wählen. Das Feld für den Modus ist ein Dropdown mit vier benannten Optionen. Es müssen keine Nummern eingegeben werden.
Die ältere Aktion Betriebsmodus setzen verwendet weiterhin ein Zahlenfeld für die Werte 1 bis 3. Bestehende Flows können damit weiterverwendet werden. Für den zeitabhängigen Tarif (5) die neue Dropdown-Karte verwenden.
Die Modussteuerung ist für kompatible Solarbanks ab Generation 2 vorgesehen. Solarbank 1 unterstützt diese Flow-Aktion nicht und wird in beiden Modus-Karten nicht als auswählbares Gerät angeboten. Ihre Betriebsmodus-Anzeige wird beim App-Neustart entfernt; ältere Geräte ohne Modellangabe werden nach der ersten erfolgreichen Geräteabfrage entsprechend aktualisiert. Die tatsächlich verfügbaren Modi hängen vom Modell, der Firmware und den in Anker eingerichteten Geräten ab. Das Dropdown zeigt alle vier in dieser App implementierten Modi; es blendet Optionen ohne passendes Zubehör nicht automatisch aus.
Die Betriebsmodus-Anzeige des Geräts verwendet Namen wie Manueller Zeitplan
statt 3. Sie folgt der Homey-Sprache: Deutsch bei deutscher Spracheinstellung,
ansonsten Englisch. Die folgenden Nummern dienen zur Zuordnung der Anker-Modi.
Modi im Dropdown
| Wert | Auswahl | Bedeutung | Voraussetzungen |
|---|---|---|---|
| 1 | Smartmeter | Die Solarbank richtet ihre Abgabe nach den Verbrauchsmessungen des Smartmeters aus. | Ein kompatibler Smartmeter muss in der Anker-Anlage eingebunden sein. Leistungs- und Batteriegrenzen gelten weiterhin. |
| 2 | Smarte Steckdosen | Die Regelung orientiert sich an den in Anker eingebundenen Smart Plugs. Diese erfassen die angeschlossenen Verbraucher, nicht automatisch den gesamten Hausverbrauch. | Unterstützte Smart Plugs müssen in der Anker-Anlage eingerichtet sein. Ein separater Homey-Steckdosen-Treiber ist dafür nicht nötig. |
| 3 | Manueller Zeitplan | Die Solarbank arbeitet nach dem vorhandenen benutzerdefinierten Zeitplan für die Ausgangsleistung. | Den gewünschten Zeitplan zunächst in der Anker-App einrichten. Der Moduswechsel legt keinen neuen Plan an. |
| 5 | Zeitabhängiger Tarif | Aktiviert den bereits eingerichteten Time-of-Use-Plan für zeitabhängiges Laden und Entladen. | Ein dafür geeignetes AC-Modell, in Anker eingebundener Smartmeter und ein vorhandener Time-of-Use-Plan. Die Homey-App lehnt den Wechsel ab, wenn der Plan fehlt. |
Zeitabhängiger Tarif (5) übernimmt einen vorhandenen Plan. Diese Flow-Aktion lädt keine dynamischen Strompreise und erstellt keinen Tarifplan.
Weitere Modusnummern der Referenz
Diese Nummern sind zur Einordnung aufgeführt und stehen im Dropdown dieser App nicht zur Verfügung.
| Wert | Bezeichnung in der Referenz | Status in der Homey-App |
|---|---|---|
| 0 | Unknown | Unbekannter Status; kein auswählbarer Modus. |
| 4 | Backup | Temporäres Reserveladen. Die Referenz aktiviert es über einen eigenen zeitgesteuerten Ladebefehl, nicht durch bloßes Setzen von mode_type=4. Diese Steuerung ist nicht implementiert. |
| 6 | Smart Learning | In der geprüften Referenz als unbestätigt auskommentiert; nicht implementiert. |
| 7 | Smart | KI-basierte Lade-/Entladeregelung für geeignete Anlagen; nicht implementiert. |
| 8 | Time Slot | Modus für dynamische Tarife bei geeigneter Anlagenausstattung; nicht implementiert. |
Die App akzeptiert beim Schreiben ausschließlich 1, 2, 3 und 5. Eine Anlage kann in ihren Statusdaten trotzdem einen anderen, in der Anker-App aktivierten Modus melden.
Was bewirkt die Flow-Aktion?
Der Modus wird für die Anlage gesetzt. Sind mehrere Solarbanks derselben Anlage in Homey vorhanden, betrifft der Aufruf den gemeinsamen Anlagenmodus. Vorhandene Zeitpläne werden beim Moduswechsel übernommen. Ein aktiver temporärer Backup-Schalter wird beim Wechsel deaktiviert.
Die Ausgangsleistung ist eine getrennte Einstellung. Betriebsmodus auswählen setzt keinen Wattwert. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Aktionen:
| Aktion | Wirkung | Modi / Modelle |
|---|---|---|
| Ausgangsleistung setzen | Ändert den Sollwert im aktuellen Zeitfenster des passenden Wochentags. Andere Zeitfenster und der andere Plan bleiben erhalten. Bei einem gemeinsamen Wochenplan gilt die Änderung für alle darin enthaltenen Wochentage. Fehlt das aktuelle Zeitfenster, wird ein passendes eingefügt. | Ab Solarbank 2 im manuellen oder Smart-Plug-Modus. Solarbank 1 verwendet weiterhin den bisherigen Legacy-Befehl. |
| AC-Ausgangslimit setzen | Setzt die separate AC-Leistungsgrenze der gesamten Anlage, in der Anker-App je nach Sprache etwa „Netvermogenslimiet“. Das begrenzt die AC-Abgabe; es ist kein Sollwert für den Hausverbrauch oder die Einspeisung am Netzanschlusspunkt. | Solarbank 3/4 und kompatible Max/Max-AC-Modelle über HTTP; eigenständige Solarbank-2-Anlagen über optionales MQTT. Auch bei Smartmeter-Regelung. |
Im Smartmeter-Modus regelt die Solarbank ihre Abgabe automatisch. Deshalb lehnt Ausgangsleistung setzen dort die Änderung mit einem Hinweis ab. Zuerst bewusst auf Manueller Zeitplan wechseln, wenn eine feste Leistung gewünscht ist, oder für eine Obergrenze die separate AC-Limit-Karte verwenden. Die Aktionen wechseln den Betriebsmodus nicht selbstständig. Bei aktivem temporärem Backup den Backup-Modus zunächst in der Anker-App beenden.
Die AC-Limit-Karte akzeptiert ausschließlich die für die Anlage von Anker angebotenen Werte. Das können beispielsweise 350, 600, 800 und 1200 W sein; 300 W ist dann kein gültiges AC-Limit. Die Fehlermeldung nennt die angebotenen Werte. Die App übernimmt dabei auch Ankers Zuordnung von angezeigter zu realer Leistungsgrenze. Das Limit gilt bei mehreren Solarbanks für die gesamte Anlage. Die Karte bietet nach der Modellermittlung nur unterstützte Solarbank-3/4- und Max-Modelle an. Solarbank 2 Pro/Plus/AC werden zusätzlich mit eingeschaltetem MQTT angeboten; steuerbar sind nur eigenständige Anlagen. Solarbank 1 und X1 bleiben ausgeblendet. Vor dem Schreiben wird die Unterstützung erneut geprüft.
Solarbank 2 AC und Solarbank 2 Pro
Die Referenz unterstützt das echte Ausgangslimit auch für Solarbank 2 AC (A17C2)
und Pro (A17C1), benötigt dafür bei eigenständigen Geräten aber einen zusätzlichen
MQTT-Steuerbefehl (sb_max_load). Ein bloßes Cloud-Update des Geräteattributs
power_limit kann wirkungslos bleiben. Darauf weist die Referenz ausdrücklich hin;
seit einer Cloud-Änderung können sogar Stationsangaben vorhanden sein, obwohl
Solarbank 2 das Limit nicht über Stationsparameter übernimmt.
Version 0.7.7 ergänzt optionale MQTT-Unterstützung für eigenständige Solarbank-2-Anlagen. Dafür Anker MQTT aktivieren in den Geräteeinstellungen einschalten. Das ist unabhängig von Ausgangsleistung setzen: Der Sollwert im manuellen Zeitplan bleibt über die Cloud änderbar. Der numerische Betriebsmodus und das Modus-Dropdown bleiben ebenfalls verfügbar.
Grundlage: select.py, Steuerung von max_load und api.py, set_power_limit.
Generischer Solarbank-Treiber
Neue Geräte werden mit dem Treiber solarbank gekoppelt. Der bisherige Treiber
solarbank2 ist für die Neuauswahl ausgeblendet und bleibt als Kompatibilität für
vorhandene Geräte erhalten. Er verwendet dieselbe Implementierung und dieselben
Flow-Karten. Bereits gekoppelte Geräte behalten ihre IDs, Einstellungen,
Energiezähler und Insights-Historie; erneutes Koppeln ist nicht erforderlich.
Die neuen und alten Treiber verwenden eine gemeinsame Compose-Vorlage, damit
Fähigkeiten und Einstellungen übereinstimmen. Die Geräteauswahl beim Koppeln
filtert bereits vorhandene Solarbanks desselben Kontos über beide Treiber hinweg.
Die Leistungsbefehle lesen den gespeicherten Sollwert beziehungsweise das AC-Limit zurück. Eine erfolgreiche Aktion bestätigt diese Cloud-Einstellung. Sie bestätigt keine unmittelbar gemessene AC-Leistung: Firmware, Regelungsverzögerung, Ladestand und weitere Betriebsgrenzen können die tatsächliche Abgabe beeinflussen.
Nach dem Schreiben liest die App den Schedule-Modus erneut aus. Erst wenn dessen Nummer dem gewünschten Modus entspricht, ist die Aktion erfolgreich. Das bestätigt den gespeicherten Modus, nicht die physische Leistung der Batterie. Die angezeigte aktive Betriebsart stammt aus den aktuellen Anlagendaten und kann zeitversetzt folgen.
Beispiele
- Eine Automation soll die Anlage zurück auf verbrauchsabhängige Regelung stellen: Betriebsmodus auswählen → Smartmeter.
- Ein vorhandener fester Ausgangszeitplan soll gelten: Betriebsmodus auswählen → Manueller Zeitplan.
- Ein in der Anker-App vorbereiteter AC-Tarifplan soll aktiviert werden: Betriebsmodus auswählen → Zeitabhängiger Tarif.
Fehler einordnen
- „Configure a Time of Use plan …“: Zuerst den Tarifplan in der Anker-App einrichten.
- „Anker has not confirmed …“: Die Rücklesung hat den gewünschten Modus, Leistungs-Sollwert oder das AC-Limit noch nicht bestätigt. Den Zustand in der Anker-App prüfen, bevor die Aktion erneut ausgelöst wird.
- „Mode change is only supported …“: Das erkannte Modell unterstützt diese Schedule-Aktion in der Homey-App nicht.
- HTTP-/API-Fehler: Anmeldung, Kontoberechtigungen und den angezeigten Fehler prüfen. Ein HTTP-Erfolg alleine würde noch keinen erfolgten Gerätewechsel belegen.
Grundlage und Teststand
Abgeglichen mit den Modusdefinitionen und Voraussetzungen in
ha-anker-solix: apitypes.py,
api.py
schedule.py
und dem aktuellen Homey-Code in lib/AnkerSolixApi.js.
Die API-Abläufe sind durch simulierte Regressionstests abgedeckt; die tatsächliche
Unterstützung einer konkreten Anlage muss auf der Hardware geprüft werden.
Optionale MQTT-Erweiterung
Die MQTT-Anleitung beschreibt Aktivierung, Solarbank-1/2/3/4-Temperaturen, Ausgangslimits eigenständiger Solarbank-2-Anlagen und die aktuellen Grenzen. MQTT ist standardmäßig deaktiviert.